Chicago

Dieses Wochenende hatte ich die Möglichkeit mit meiner Gastmama und einer kleinen Gruppe von Austauschschülern nach Chicago zu gehen. Die 4 Austauschschüler waren aus Pakistan, Finland, Surinam und Indonesien, also eine ganz gemischte Gruppe. Sie sind alle Donnerstagabend zu meinem Leichtathletik Wettkamp gekommen, wo ich auch meine erste Medaille für 4x200m bekommen habe, und dann ging es zu uns nach Hause.
Am nächsten Morgen haben wir schon um 4:30 Uhr das Haus verlassen und sind im Auto nach St. Louis gefahren. Von dort haben wir dann die Bahn genommen und waren nach 5 Stunden in Chicago. Dann haben wir dann ein schnelles Mittagessen genossen und sind zu unserem Hotel gelaufen. Im Anschluss haben wir die Gruppe mit den Schülern aus Minnesota bei der „The Giant Bean“ getroffen, die eigentlich eine Wolke darstellen soll, und sind am Ufer des Lake Michigan langgelaufen. Wegen des Sees nennt man Chicago auch die windige Stadt, das konnten wir dieses Wochenende nicht bestätigen. Es war außergewöhnlich warm am Tag, immer so um die 18 Grad. Wir haben dann als zusammen in einem sehr leckeren asiatischen Restaurant gegessen, sind ein bisschen durch die Gegend gelaufen und zurück zum Hotel.
Samstag war ein sehr langer Tag. Wir haben uns um 7:30 Uhr in der Lobby getroffen und ein sehr gutes Frühstück verputzt. Von dort aus war unser erste Stopp das Hanckok Building, von dem wir eine tolle Aussicht über Chicago hatten. Es ging direkt weiter zum Aquarium, Field Museum und Navy Pier. Am Navy Pier haben wir dann Griechisch gegessen. Das hat mich so an zu Haus erinnert, weil ich immer mal mit meinen Eltern in ein griechisches Restaurant gehen und ich es einfach für eine sehr lange Zeit nicht mehr hatte. Wir sind dann noch zu der Statue von Michael Jordan gegangen und zum Baseball Stadium.
Im Anschluss haben wir die Gruppe von Minnesota wiedergetroffen und Chicago styled Pizza gegessen. Die Pizza hat gut geschmeckt, mit extrem viel Käse, so wie es die Amerikaner lieben, aber es war einfach zu viel. In Deutschland kann ich eine ganze Pizza alleine Essen. Wir haben 4 Pizzen für 15 Personen bestellt und es ist noch einiges übrig geblieben. Ich glaube man kann sich vorstellen, wie groß das gewesen sein muss. Meine persönliche Meinung ist, das eine bisschen zu viel Wind um diese Pizza gemacht wird, aber es ist halt bekannt für Chicago.
Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch auf das berühmte Skydeck, größer als das Empire State Building in New York, mit einer atemberaubenden Sicht über ganz Chicago. Das alles bei Nacht, die Lichter der Stadt strahlend, etwas was für immer in meinen Erinnerung bleiben wird. Es nennt sich Skydeck, weil man auf einer Seite eine komplette Glaswand hat und unter seinen Füßen bis zum Boden schauen kann.
Wie schon die Tage zuvor ging es Sonntagmorgen wieder früh raus. Wir haben kurz vor 6 Uhr morgens das Hotel verlassen und haben den Zug zurück nach St. Louis genommen.
Dieses Wochenende haben wir also fast nur von öffentlichen Verkehrsmittel gelebt und ich habe es in vollen Zügen genossen. Außerdem sind wir allein am Samstag 20 Kilometer gelaufen, ich habe mich also nicht mehr schlecht gefühlt, das ich am Freitag nicht zum Training gehen konnte.
Insgesamt hat mir Chicago gefallen, irgendwie wie ein kleines New York und die Menschen sind extrem freundlich. Durch die anderen Austauschschüler habe ich wieder vieles neues gelernt, vor allem auch über Religion und es macht mit einfach so glücklich, das ich all das erleben darf.

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