Cross Country

„Run till your are tired and then run more!“, das ist eins meiner Lieblingszitate, weil es einfach die Philosophie des Sportes perfekt widerspiegelt. Im folgenden Eintrag möchte ich euch von meiner Zeit im Cross Country Team erzählen, was der Sport genau ist und welche Rolle Sport in amerikanischen Schulen spielt.

Als ich am ersten August hier angekommen bin habe ich gleich am Anfang meine Gastschwester gefragt was es denn für Sportangebote an der Schule gibt und was ich tun muss um mit zu machen. Im Herbst gibt es Volleyball, Softball (Baseball für Mädchen), Football, Football Cheerleading, Tanzen und Cross Country. Das Problem war allerdings das die Tryouts schon vorüber waren und der einzige Sport bei dem es keine gibt ist Cross Country. Ich habe ziemlich lange überlegt ob ich es versuchen sollte oder nicht, das Rennen jetzt nicht wirklich das ist was ich mir vorgestellt hatte und ich auch nicht super schnell bin. Schlussendlich kam ich dann zu dem Entschluss es einfach zu probieren, denn wenn es mir nicht gefallen würde könnte ich ja immer noch aufhören.
Eins kann ich schon mal vorweg nehmen, falls ihr überlegt ein Auslandsjahr zu machen oder euch schon dafür entschieden habt belegt definitiv einen Sport! Ich hatte erwartet das es leichter ist in der Schule, allein durch den Unterricht Freunde kennenzulernen, aber das ist es nicht. Man versteht sich zwar mit vielen gut und hat auch meist jemanden zum reden, aber es dreht sich dann doch meist um schulische Sachen. Es ist wirklich schwer darüber hinaus zukommen und vor allem auch etwas in der Freizeit zu unternehmen.
Doch durch Cross Country war das alles viel einfacher, denn du trainierst 5-6 Tage die Woche meist für 2 Stunden. Wir hatten Lagerfeuer, diverse Dinner, lange Busfahrten zu Wettkämpfen und einen tollen Wochenendtrip nach Joplin bei dem wir uns sogar das College dort angeschaut haben. Sowas schweißt extrem zusammen und es macht es auch einfach die Leute kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen.
Zurück zum Sport. Es ist laufen, einfach laufen. Man benötigt kein großartiges Talent, jeder kann es die Frage ist nur wie schnell. Ich kann nur sagen es ist der härteste Sport den ich jemals betrieben habe. Ein normales Training läuft folgendermaßen ab, Dehnung, eine Meile einlaufen, Sprints, 4 Meilen laufen, 1 Meile Cooldown (macht ca. 10 km pro Tag) und das nur für die Mädels. Meist sind wir immer zu verschieden Orten rund um Owensville gefahren um dort laufen zu gehen, was mir echt sehr gut gefallen hat, da man dadurch sehr viel von der Natur gesehen hat. Im August und September waren wir immer einmal in der Woche im Schwimmbad und haben dort trainiert, das hat immer ein bisschen Abwechslung gebracht. Ich weiß nicht ob man sich vorstellen kann wie hart das Training ist, aber man muss jeden Tag über seine Grenzen hinausgehen und es ist nicht nur physisch hart ein sehr großer Teil ist mentale Arbeit, mehr als ich je erwartet hätte. Vor Cross Country hätte ich niemals gedacht was ich alles leisten kann. Ich bin in der gesamten Saison 6 Rennen gelaufen (ein Rennen ist 5 km lang) und es ist unbeschreiblich hart. Für jeden einzelnen, egal ob langsam oder schnell. Während des Rennens denkt man so oft darüber nach einfach aufzugeben und fragt sich warum man sich das eigentlich antut. In dem Moment in dem man durchs Ziel läuft weiß man es, denn dieses Gefühl ist einfach großartig, wenn man sieht was man geleistet hat, zu was man fähig ist und das man es einfach durchgezogen hat.
Ich hatte auch einfach ein großartiges Team, wir sind etwas über 30 gewesen, davon 11 Mädchen und auch wenn man denkt Rennen ist ein Einzelsport, das Team macht soviel davon aus! Dazu hatten wir einen großartigen Coach der so viel Zeit und Liebe in alles investiert, das sich jeder einzelne wichtig fühlt.
Im Endeffekt bin ich einfach nur so unglaublich glücklich das ich mich dazu entschieden habe Cross Country zu machen und es einfach durchgezogen haben auch wenn es hart war. Es war toll so viel draußen zu sein (bin mega braun geworden), so viel zu Gesicht zubekommen, etwas neues auszuprobieren, Sport zu machen, an seine Grenzen zu gehen und einfach Zeit mit diesen ganzen tollen Persönlichkeiten zu verbringen. Ich bin so stolz was diese Menschen jedes Jahr leisten und bin einfach nur stolz ein Teil dieses unglaublich tollen Teams gewesen zu sein!

2 Gedanken zu „Cross Country

  1. Hey Lotti ich bin total stolz auf dich . du hast deinen sport super gemeistert und man merkt wie wohl du dich doch fühlst. ich wünsche dir weiterhin viel erfolg in der schule und bei deinen unternehmungen . LG deine tante

    • Vielen lieben Dank Heike. Es freut mich sehr das dir mein Blog gefällt und ich gehe hier einigen Herausforderungen entgegen, aber das sind gerade die Sachen die das Jahr so besonders machen.

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